Rolf Slavik – Wasserfahrten und Wurstrennen


Wie Knabe spielte Rolf Slavik, Jahrgang 1942, im Kontext dieser Vienna Pille. Dort schmeckte ihm durchaus nicht, dass ihm dieser Trainer ständig sagte, wohin er laufen sollte. Dementsprechend meinte er eines Tages zu seinen Freunden: „Wenn wir eh schon mit dem Radl zur Hohen Warte kommen, warum kutschieren wir nicht störungsfrei weiter?“ Ungeachtet da fuhren sie nicht mehr zum Training, sondern via den Rieder Höhe nachdem Klosterneuburg hinaus und wieder zurück, 20 Burschen, von denen zwölf später Rennen kutschieren sollten.

Slaviks Schraubenmutter hatte ihm im Kontext Ferry Dusika, früher erst hinaus dem Weg zur Legende, ein Rad mit Halbrennlenker gekauft, Prototyp San Remo mit Wulst- statt Schlauchreifen und acht Gängen. „Am Steuer hing ein Korb mit Botteln, da war Wasser innerhalb, Himbeersaft oder Tee, welches die Schraubenmutter halt reingetan hat“, erzählt er. Früher gab es wenig Verkehrswesen hinaus Österreichs Straßen, wohingegen er sich heute kaum mehr zu kutschieren traut.
Mit ihren Halbrennern konnten sie schon denn Elfjährige an sogenannten Wulstreifenrennen teilnehmen, 1953 fuhren sie „Rund um die Zahnschmelz“, siebenhundert Meter im Ring. Sie trugen Baumwolle, und wenn es regnete, dann soff sich dasjenige Zeug mit Wasser so voll, dass es drei Tage nicht trocknete. Ab 1959 begannen sie, die Strecke dieser Ostmark-Rundfahrt abzufahren, nachdem dieser jeweilige Tourplan bekanntgegeben wurde.
C/o dieser Aufbruch vom Glockner, erzählt Slavik, ist er „einmal geflogen, dasjenige war resch. Ungeachtet dieser Schmerz war immer da, bequem ist Radfahren nur, wenn dieser Wind von hinten bläst.“ Er genoss es trotzdem, denn er war „ein Schauer“. Er hatte immer den Kopf oben, ist quasi nur Rad gefahren, um die Landschaft zu sehen. „Drum hab ich so gerne trainiert, weil ich Hirschen gesehen hab, Burgen und Schlösser.“

Gegen „Die Ungeheuer“
Seine Erziehungsberechtigte waren Hausmeister in einer Villa, die zwischen Sievering und Grinzing lag. Unten wohnte dieser Schatt vom gleichnamigen Teppichhaus hinaus dieser Mariahü, oben ein gewisser Graf von Spaur, seines Zeichens Chefeinkäufer für jedes Käffchen beim Meinl. Welcher holte Slavik denn Lehrling in seine Firma. Vor dieser Arbeit schon fuhr Slavik täglich vom Nussdorfer Platzl nachdem St. Andrä hinaus, in dieser Mittagszeit wieder, und am Abend noch einmal, jeweils 45 Kilometer. Nachher dieser Kaufmannslehre wechselte er zur Peterquelle, die sich eine lizenzierte Radrennmannschaft leistete. Ab 6 Uhr Zu Beginn mussten die Radler in Wien Mineralwasserkisten zustellen, im Folgenden konnten sie trainieren und bekamen hierfür sogar getilgt. Mit 21 wurde Slavik Fuhrparkeinteiler, und weil er sich professionell abgesichert wähnte, konnte er ebenfalls gleich heiraten.
Während dieser Zeit fuhren sie sogar in dieser Sowjetische Besatzungszone Rennen, „manchmal drei pro Woche“. Dort mussten sie vor den Rennen immer irgendetwas besichtigen – „Die Wartburg-Werke, eine Traktorenfarbrik, eine Blumenbinderei!“ – und im Folgenden an Empfängen teilnehmen. Sie selbst hatten zuvor eine große Totenkiste mit Bananen und Orangen vollgepackt, welches ihnen die Kollegen aus dem Osten mit Wodka dankten. Dort fuhr Slavik ebenfalls einmal gegen Eddy Merckx, via den ein Sowjetische Besatzungszone-Betreuer sagte: „Welcher ist stark wie ein Pferd, gleichwohl ein Radl-fahrer wird dieser nie.“ Später hieß Merckx „Die Ungeheuer“.
Welcher „Express“, erzählt Slavik, veranstaltete früher dasjenige ganze Jahr via Kriterien: um die Mollardschule, um den Kinzerplatz, um den Rathausplatz. „Beim Kriterium fährst du im Ring, jede zehnte Runde ist eine Punktewertung, gewonnen hat dieser mit den meisten Punkten.“ Preise gab’s ebenfalls: „Kontakt haben Sulfur’ die Caterina Valente?“ Die hat ihm einmal den Siegesstrauß überreicht. „Oder dieser Ringerweltmeister Schurl Blemenschütz, eine Legende!“

Heute spielt Rolf Slavik Tennis, so oft er kann . . .
– © RebhandlZum ersten Mal nahm Slavik 1964 an dieser Ostmark-Rundfahrt teil, er wurde 19. mit einem Verzögerung von mehr denn einer Stunde. Zwei Jahre später war dann schon wieder Schluss mit dem Kutschieren von Rennen, denn nämlich Leckermaul von dieser Peterquelle ihm steckte, dass sie beim ARBÖ kombinieren Radsportsekretär suchten. Welcher war Slavik dann 13 Jahre weit, solange bis ihm wiederum dieser Chef dieser Südstadt steckte, dass die Sporthilfe kombinieren Generalsekretär suchte. Dort saß er dann im 1. Region in dieser Führichgasse „und es war immer Halligalli“, weil Sporthilfegala oder mit Sailer, Schranz, Stock, Zahnklammer, Hinterseer und Grissmann Meerbusen spielen. Ungeachtet gefreut hat ihn dasjenige nicht. Dementsprechend ist er 1989 zum Österreichischen Radsportverband gewechselt, denn sie dort kombinieren suchten, dieser die Rundfahrt organisierte, die solange bis dorthin immer ein Einbuße machte.
„Zum Besten von die jeweilige Strecke muss man kombinieren groben Plan im Kopf nach sich ziehen, nur via den Glockner muss immer gefahren werden, mal von dieser kombinieren, mal von dieser anderen Seite.“ Dann musste er Gemeinden finden, die Teilziel sein wollten, welches nie ganz störungsfrei war, weil vom Ortsvorsteher via den Freizeitbeauftragen, die Sportreferentin und die Tourismuschefs jedweder mitredeten. Manche sagten es zwanglos hervor: „Wir zeugen möglichst ein Jazzfestival!“ Oder scheuten die Wert: Wenigstens musste zu Beginn für jedes 180 Personen Verpflegung und Logis finanziert werden, im Kontext seiner letzten Rundfahrt waren schon 600 Personen im Tross.

Mokka mit Cognac
Oft wollte ein Ortsvorsteher den Zieleinlauf vor seiner Rathaustüre nach sich ziehen, gleichwohl die Straße dorthin war zu schmal, zu intim, zu löchrig, oder die letzte Kurve davor zu rechtwinkelig. „Zum Besten von kombinieren Zielsprint braucht man mindestens 250 Meter ohne Rest durch zwei teilbar Strecke!“ Immer lustig war es hingegen in Wien. „Beim Häupl, Zilk oder Gratz Poidl hat es in dieser Zu Beginn geheißen: ‚Trink’ ma einmal kombinieren starken Mokka!‘ Heast, i bin immer blattlwach aussegangen!“, lacht er, denn dasjenige Starke am Mokka war dieser Cognac.
Hatte Slavik die Etappenziele gefunden, musste er eine attraktive Strecke mittendrin finden, schließlich konnten sie nicht täglich via den Glockner kutschieren. Man brauchte leichte Etappen nachdem schweren, kurze nachdem langen, Berge für jedes Gämsen und Ebenen für jedes Sprinter. Wochenlang fuhr er durch Ostmark, mit dem Automobil, neben sich kombinieren Straßenbauexperten, dem er sagte: „Dasjenige Loch da machst zu; die Randsteine dort in Besitz sein von entschärft; den kombinieren Km da asphaltierst neu; und diesen Kreisverkehr kutschieren wir rechts.“
Während dieser Tour fuhr er dann dem Tross immer vorne, dasjenige Wichtigste war die letzte Kurve vor dem Ziel. „Es ist ja nichts peinlicher, denn wenn sich dort vor dieser Kamera zwanzig niederlegen!“ Kommuniziert wurde via Telefonzellen und Funkgeräte. Zum Besten von den Start und die Siegerehrung, die den Bürgermeistern Seltenheitswert haben wichtig waren, hatte er zwölf hübsche Damen im Tross. Uschi Riha, die später die Rundfahrt übernommen hat, war seine Assistentin und Chefin dieser Damen. Sechs von ihnen winkten zum Start, sechs im Ziel, wo sie – nachdem Regenetappen – den Sieger trocknen mussten, vor sie ihm dasjenige Sponsorenkapperl aufsetzten. „Uff dem Podium habe ich Ehen geschmiedet und Scheidungen angestoßen, nachts im Hotel war es oft lustig“, lacht Slavik.

 . . . er schwingt sich gleichwohl ebenfalls im Bursche von 80 Jahren noch hinaus sein Rad.
– © RebhandlWährend seiner ersten sieben, acht Rundfahrten musste er immer zwei Motorradlfahrer für jedes den ORF stehenbleiben, die besten. Welcher erste hat zur Hälfte dieser Stadium die Filmrollen in seine Tasche gehaut und ist nachdem Innsbruck oder Salzburg ins Landesstudio gefahren, nachdem dieser Siegerehrung ist dieser zweite mit den restlichen Schlingern losgerast. Gab’s Unfälle, gab’s Dramen? „Gab es jede Menge!“, sagt Slavik. „Einmal war ein hoher polnischer Politfunktionär Ehrengast und ist hinaus dieser Glockneretappe gestorben, nachdem er sich am Vortag so angesoffen hat. Welcher hätte gleichwohl weder noch mit uns kutschieren die Erlaubnis haben, weil er irgendwo eine Lokaltermin hätten zeugen sollen. Nach sich ziehen wir ihn dementsprechend zwei Tage im Automobil gekühlt und mitgenommen, solange bis ihn Leckermaul abgeholt hat.“
Zu den mitreisenden Journalisten pflegte Slavik immer gute Kontakte, dieser Charly Pointner von dieser „Zahnkrone“ ging mit ihm in die Schulgebäude. „Welcher wollte immer was auch immer exklusiv im Vorn nach sich ziehen, gleichwohl ich hab gesagt: Charly, dasjenige geht nicht.“ Ein paar Tage vor dieser Rundfahrt hat er dementsprechend immer jedweder Journalisten von allen Zeitungen inklusive dieser „Volksstimme“ hinaus ein gutes Papperl eingeladen und ihnen die teilnehmenden Mannschaften samt Stars verraten. „So hatten sie ihre Kautel zur Präsentation schon fertig und konnten sich kombinieren vergnüglichen Abend zeugen.“ Heute, klagt er, „fährt vielleicht einer von dieser APA mit“. Sprich nur im Idealfall, denn nachdem Absagen in den beiden Vorjahren findet dasjenige Event ebenfalls heuer nicht statt.

Empfänge im Kasino
50 v. H. seiner Arbeit machte die Sponsorensuche aus, mit denen holte dieser ehemalige Meinl-Kaufmann die Rundfahrt ins finanzielle Plus. 1978 stieg dieser Wurstfabrikant Wiesbauer ein und ließ jedem Etappensieger eine vier Kilo schwere Wurst überreichen. „Die nach sich ziehen sie schon sozusagen nicht mehr derhoben!“, lacht Slavik, und die Fahrzeugführer aus dem Osten, die Jugoslawen, die Russen oder DDRler, fuhren praktisch nur um die Wurst.
Die Geschäftsbank Austria stieg irgendwann denn Sponsor ein, weil sie dieser Raiffeisen eins in die Pfanne hauen wollte. „Die nach sich ziehen von heute hinaus morgiger Tag dasjenige Doppelte getilgt“, spricht er von einem Höhepunkt, während ein Tiefpunkt war, denn vier Wochen vor dem Start dieser Hendlbrater und Sponsor Wienerwald pleiteging. „Da hat mir Gottheit sei Dankgefühl dieser Leo Wallner geholfen. Zwei Jahre weit waren die Casinos dieser Hauptsponsor und im Kontext den Journalisten Seltenheitswert haben beliebt, weil jeder ein paar Rohscheiben für jedes die Casinos gekriegt hat. Solange bis dorthin wusste ich weder noch, wo es überall Casinos gibt!“ In denen es dann wiederum jeden Abend Empfänge gab.
Da glänzen die Augen des 80-Jährigen, und man sieht ihm noch heute die Begeisterung an, obwohl sein Entlassung sozusagen zwanzig Jahre zurückliegt. 2004 haute er nämlich nachdem 16 Jahren den Hut drauf und ging in Rente, gleichwohl fad ist ihm ebenfalls in dieser nie geworden. Weil ihm dasjenige Kreuz wehtat, ließ er sich einst die Wirbelsäule verplatten, schon im Aufwachraum des Krankenhauses schauten ihm zwei Funktionäre seines Tennisclubs in die Augen: „Schau, dass du schnell wieder g’sund wirst, du bist jetzt Obmann!“, sagten sie. Nun spielt er halt Tennis, so oft er kann. Und Einbuße macht sein Klub mit ihm denn Obmann energisch keines.

Manfred Rebhandl, geboren 1966 im oberösterreichischen Roßleithen, lebt in Wien. Er schreibt Krimis um den Superschnüffler Rockmusik Rockenschaub (jetzig: „Erster Mai“, Haymon), die am Wiener Brunnenmarkt spielen, und Reportagen für jedes Zeitungen.

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