Plastikmüll – Alle Kultur ist Recycling


So mit Vergnügen man sie vergessen möchte, die fiesen Kugeln mit den Stacheln dran, weder die Inzidenz noch die Säulenhalle des Weltmuseums lassen es zu: Dort hängen nämlich große, mit Ornamenten beschnitzte Coronaviren von jener Schale – mit bunten Spikes aus Dreh-und-Trink-Flaschen. Sie in Besitz sein von zur Schau „Oceans. Collections. Reflections.“ von George Nuku. Nuku ist ein neuseeländischer Künstler mit schottischen und Maori-Wurzeln. Und die willkommen heißenden Viren zeigen gleich einmal, wie er arbeitet: mit Plastikmüll und mit Metaphern. Zum Besten von ihn ist genauso die Erdverschmutzung durch Plastik wie eine weltweite Seuche zu sehen. Und sein Zugang ist: Man muss damit leben lernen. Denn dies Plastik ist nun einmal da, es wird so schnell nicht weggehen.

Ein Hauptanteil jener gezeigten Funktionieren ist konsequenterweise genauso aus solcherart wiederverwertetem Plastik hergestellt – Flaschen, Knallfolie, Wasserkanister, Stöpsel. Jedoch genauso Styropor und Plexiglas sind die Materialien, die Nuku mit 170 freiwilligen Mitarbeitern – darunter genauso Museumsdirektor Jonathan Fine – zu Kunstwerken gemacht hat.

AusstellungOceans. Collections.Reflections. George Nuku.Weltmuseum, solange bis 31.1. 2023Bottled Ocean, Theseustempel, solange bis 9. zehnter Monat des Jahres, Eintritt ungenutzt.

In Plexiglas geschnitzte, leuchtende Ahnenporträts. – © Weltmuseum
Tradition immer hiermit
So treten aus Plexiglas geschnitzte Maori-Fischer im ersten Raum, jener dem Ozean gewidmet ist, in vereinigen Dialog mit historischem Filmmaterial – von Maori-Fischern. Verschiedene Kanus versinnbildlichen den Wettlauf jener Vergangenheit, wie Maori sich hinauf dem „Großen Blau“ in Bewegung setzen: Da trifft ein Kanumodell aus Holz aus jener Sammlung des Weltmuseums hinauf eines, dies komplett aus Plastik gebaut ist. So futuristisch dies sein mag, ist doch immer ein Teil jener Tradition integriert: Sei es ein Vorfahre von Nuku, jener via einem Schiff schwebt, seien es historische Artefakte wie Steuer, ebenfalls aus jener Sammlung des Weltmuseums.

Qualle mit Plastikfransen und mit aus Maori-Ornamenten geschnitztem Plexiglaskörper im Theseustempel. – © WeltmuseumEin weiterer Dimension jener Schau sind – mithilfe von Leihgaben aus dem naturhistorischen Museum – die Kalium.u.k.-Beziehungen zu den Maori: Die Novara-Expedition 1857 solange bis 1859 brachte zwei Maori-Vertreter mit nachher Wien, die genauso wohnhaft bei Hof zu Gast waren, Druckerei lernten und mit einer vom Kaiser geschenkten Druckerpresse nachher ihrer Rückkehr eine antikolonialistische Zeitschrift „The Flight of the Hokioi“ herausbrachten. Dieser ausgestorbene Haastadler Hokioi ist hier wie Styroporskulptur zugegen.

Falscher Kopf
Ein verdunkelter Raum stellt die Unterwelt dar – oder den Mutterleib, in jener Maori-Mystizismus ist dies identisch. In Plexiglas geschnitzte Porträts von Nukus Verwandten – ihr ganzes Gesicht oder nur ihr individuelles Moko (Tattoo) – erleuchten den Raum subtil. In einem Schrein ist ein sogenanntes Mokomokai aufgebaut. Unterdies handelte es sich um konservierte tätowierte Köpfe von Maori. So präparierte Köpfe wurden von den Familien in mit Schnitzereien verzierten Kästen aufbewahrt und nur pro religiöse Zeremonien hervorgeholt. Im 19. Jahrhundert entstand ein reger Handel damit. Seit dem Zeitpunkt einigen Jahren wird versucht, in jener ganzen Welt verstreute Mokomokai wieder nachher Neuseeland zu „repatriieren“. Beiläufig dies Weltmuseum besaß vereinigen solchen Kopf, er wurde 2015 zurückgegeben. Dieser ausgestellte ist eine Nachbildung von einer Kostümbildnerin. Dieser genauso wie Kommentar zum aktuellen schwierigen Stand ethnologischer Museen, wie es dies Weltmuseum genauso ist, zu lesende Gliederung ist hier seltsam trennbar und unerklärt.
Insgesamt muss man sich wohnhaft bei jener Schau viel Wissen eigenständig erlangen, welches schade ist. Dieser Vorgehen, dass Nuku mit seiner Schau dies Weltmuseum sozusagen harmlos erobert hat, ist wie milde Revanche jener Vergangenheit nett. Und wer sich die Zeit nimmt, den praktisch emotionalen Zugang zu Naturgeschichte und Maori-Mythologien und die Fischschwärme, Rochen, Kalmare aus Müll hinauf sich wirken zu lassen, wird beeindruckt sein. Zum Besten von Letzteres kann man genauso in den Theseustempel im Volksgarten möglich sein, den hat Nuku in vereinigen im Ozean versunkenen Tempel verwandelt, mit Flaschenstöpsel-Korallenablagerungen, Plastikflaschen-Quallenschwarm und dem meditativen Gesang des polynesischen Seefahrers Ru. Ein Szenario, so schön wie verstörend.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.