Niederösterreich – Selbsterhalt als Leitmotiv


Eines Tages traf dies Mädchen den Fürsten an einer Weggabelung. Schau nur, sagte dies Mädchen zum Fürsten, schau den sonnenhellen Vogel hoch uns! Höre, wie ungekannt farbenfroh er singt, sieh, welch neue Weiten er uns zeigt.

Du einfältig Dingens, entgegnete dieser Fürst. Welches kümmert mich dieser Vogel? Er trägt nicht die Farben meines Wappens. Er folgt nicht meinem Ruf. Und gewiss ist er nicht essbar. Nichtsdestotrotz höre doch, sagte dies Mädchen, seinen hellen Gesang. Schaue doch sein lebhaft fremdes Gefieder. Staune doch hoch die unbekannte Richtung seines Flugs!
Dieser Fürst saß in seiner offenen Taxe und schüttelte belustigt den Kopf. Welches bringt mir dieser Gesang, welches dies fremde Gefieder, welches die unbekannte Richtung seines Flugs? Wie töricht die Kinder meines Reichs doch sind, dachte dieser Fürst und hieß den Kutscher, weiterzufahren. Neben ihm in dieser offenen Taxe stand ein Vogelkäfig mit einer fetten Henne darin, die gackerte ihm zu in einem fort. Sie trug dies Wappen des Fürsten, gackerte, welches und wie sie immer gegackert hatte, flog nicht, sondern saß, wo sie zu sitzen hatte. Dieser Fürst hatte seine kleine Freude mit ihr. Verbinden regierten sie dies Staat. (Basta dem Märchen „Dasjenige Mädchen und dieser Fürst“)
Die Welt mag sich trudeln, in Niederösterreich steht sie lässig still. In dieser Welt mag neuerdings was auch immer von allem untergeordnet sein, in Niederösterreich ist seitdem Generationen was auch immer von dieser ÖVP untergeordnet. Dauer und Intensität ihrer Machtdurchdringung hätten wohl selbst den legendärsten aller legendären Langzeitherrscher staunen gemacht: L’état c’est moi – Dieser Staat bin ich, ja, hingegen absolutistisch regierte dieser französische Sonnenkönig Ludwig XIV. nur vier Jahrzehnte, die niederösterreichische ÖVP regiert nun schon zu zweit so weit. Wodurch dieser Vergleich freilich unfair ist – Ludwig XIV. im Unterschied zu. Denn ihm, dem Herrscher aus dem Hause Bourbon, stand im Unterschied zu den Herrschern aus dem (Staat-) Haus Niederösterreich noch nicht dies politische Mittel dieser Meinungsumfragen zur Verfügung.
Zuletzt verlor Ludwig XIV. rapide die Wohlwollen des Volkes, ohne es so recht mitzubekommen, welches Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner niemals vorbeigehen würde. Die Politik keines Bundeslandes und keiner Politische Kraft ist so umfragegetrieben wie jene Niederösterreichs und dieser sie regierenden ÖVP. Dasjenige, meinen nicht nur Scherzbolde, beschert Niederösterreich neben Erdanziehung und Lichtgeschwindigkeit ein weiteres Naturnotwendigkeit – dass nämlich die ÖVP die relative Mehrheit im Staat schier nicht verlieren kann. Denn sowie sich eine neue Stimmung in dieser Nation abzeichne, werde die zur Parteiräson gemacht.
An dieser Stelle könnte gefragt werden, wo da die große Linie dieser Politische Kraft bleibe, ihr unverrückbares Leitmotiv. Nun, dieses Leitmotiv gibt es. Es heißt Selbsterhalt. Regierungsmacht wird nicht mehr angestrebt, um einer Politik zum Perforation zu verhelfen, die denn ideell wertvoll und zukunftsweisend erachtet wird.

Thomas Sautner, geboren 1970 in Gmünd, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, und in Wien. Finale Februar erscheint c/o Picus sein neuer Roman, „Nur zwei Muddern Männer“. Dieser Skribent liest daraus u.a. am 13. März im Theater an dieser Gumpendorfer Straße (TAG). Weitere Infos – und dies Finale des Märchens „Dasjenige Mädchen und dieser Fürst“ – finden Sie hinaus www.thomas-sautner.at

Thomas Sautner.
– © erichreismannphotographyStattdessen wird Potenz dieser Potenz wegen angestrebt. Und um damit in dieser Status zu sein, den eigenen Leuten (gesetzeskonform, hingegen doch augenzwinkernd) Vorteile zu verschaffen sowie die eigene Klientel servicieren zu können. „Hure dieser Reichen“ fiel dazu unschön, doch bemerkenswert prägnant Sebastian-Von kurzer Dauer-Intimus Thomas Schmid ein. Ob sie Selbstdefinition dieser Politische Kraft zutreffen mag oder nicht, jedenfalls greift sie zu von kurzer Dauer. Denn zumindest die niederösterreichische ÖVP dient wellenlos nicht nur den Reichen; mit zu ihrem Erfolgsgeheimnis gehört wellenlos ohne Rest durch zwei teilbar, dass sie bedingungsvoll allen gibt, die fertig sind, ihr zu verschenken.
Es ist die dividendenmaximierende Ausrichtung dieser christlich-sozialen Lehre. Eine Hand wäscht die andere. Nun ist dieses politische Geschäftsmodell kein spezifisch niederösterreichisches Phänomen, nachher dieser Methode läuft Politik in dieser Realität seitdem jeher ab, weltweit. Doch in Niederösterreich wurde dieses Muster so systemisch tief solange bis in die feinsten Verästelungen etabliert wie vielleicht in keinem anderen demokratischen Staat. Und in Niederösterreich funktioniert es regelrecht einwandfrei. Ist gelebte Tradition. Pure Selbstverständlichkeit. Insofern hätte ÖVP-Insider Schmid nicht plump dies Grafik von dieser Hure dieser Reichen bewirten zu tun sein; gelingender wäre es gewesen, Goethe zu zitieren: Mann mit zugeknöpften Taschen / Dir tut niemand welches zu minniglich. / Hand wird nur von Hand gewaschen. / Wenn du nehmen willst, so gib.
Sie Zeilen könnten wonnig hinaus Substanz gestickt und gepflegt gerahmt hoch viele niederösterreichischen Eingängen hängen, etwa c/o Raiffeisen, beim Bauernbund, dieser Wirtschaftskammer, dieser Angestellten-Vertretung ÖAAB, dieser Beamtengewerkschaft, dieser Industriellenvereinigung und zig weiteren Verbänden, Organisationen, Vereinen und in Folge dessen mehr oder weniger eins-zu-eins vorgelagerten ÖVP-Teil-Organisationen, zu welchem Zweck spitze Zungen mittlerweile nebensächlich dies Landhaus selbst zählen, ja, die niederösterreichische Landesregierung.

Halten manche nebensächlich schon für jedes eine vorgelagerte VP-Teilorganisation: dies Landhaus in St. Pölten. – © APA/HELMUT FOHRINGER

Machiavellistischer gelungener Streich
Mit diesem Scherz sind wir c/o dieser Pointe angelangt. Denn keine dieser ÖVP Niederösterreich vorgelagerten Teil-Organisationen zahlt so sehr hinaus die Marke ÖVP ein wie – dies Staat Niederösterreich selbst. Es ist ein geradezu machiavellistischer gelungener Streich, dieser hier nachher und nachher vollzogen wurde. Und die Volkspartei besaß die Unbekümmertheit, sie Verkehrung dieser Potenz hinaus offener Szene und in Folge dessen vor aller Augen vorzunehmen: Nicht mehr die Politische Kraft dient vornehmlich dem Staat. Dasjenige Staat dient dieser Politische Kraft.
Dasjenige zeigt sich in Symbolen, zeigt sich im hofzeremoniellen degoutanten Zutage treten so mancher ÖVP-Bote des Landhauses und es zeigt sich handfest: Behördengenehmigungen hinaus Bezirks- solange bis Landesebene werden mitunter erteilt oder verweigert, denn hänge dies vom Gutdünken des fürstlichen Hofes ab. Ressourcen und Förderungen werden vergeben, denn handle es sich nicht um Steuergeld, sondern um Armengeld und Spenden und Hypothekarkredite dieser Politische Kraft. Wer mit uns ist, den wird nicht dürsten. Sie niederösterreichische Logik greift hinaus allen Verwaltungsebenen.
Und sie ist schon so heftige Menstruationsblutung gelebte Wirklichkeit, dass immer mehr hinaus Ämter und Behörden angewiesene Menschen nicht etwa mühsam hinaus ihr Recht pochen, wenn’s intim wird, sondern nachdenken, ob sie denn niemanden aus dieser Landesregierung Kontakt haben, niemanden in dieser Bezirkshaupt-mannschaft oder wellenlos sonst jemanden c/o dieser ÖVP, dieser die Themengebiet für jedes sie urteilen kann.
Dieses Spielchen, dies hierzulande zum Landesbrauchtum gehört und praktisch niemanden mehr aufregt oder gar an sizilianische Zustände erinnert, läuft im Kleinen wie im Großen. Gemeinden etwa, die jahrzehntelang von dieser SPÖ regiert wurden und umgekehrt jahrzehntelang praktisch keine Landesunterstützung bekamen, werden just ab dem Moment, da die ÖVP den Stapi stellt, spendabel behutsam. Die Botschaft könnte deutlicher nicht sein: Wählt richtig, in Folge dessen ÖVP, dann hat eure Pfarrgemeinde den (Geld-)Segen aus St. Pölten; wählt falsch, in Folge dessen irgendetwas voneinander abweichend, dann hungern wir euch aus.
Weil die ÖVP für jedes sich beansprucht, dies Staat nicht nur zu vertreten, sondern dies Staat zu sein, nennt sie sich Die Niederösterreich-Politische Kraft. Die Vereinigung ist nebensächlich an ihren Farben abzulesen. Nachdem Schwarz aus Marketinggrünen abgelegt wurde, weil es zu aus der Mode schien, und Türkis abgelegt wurde, weil es zu korrupt schien, versetzen nun ausschließlich die Landesfarben Blau-Goldgelb nachher vorne. Dass dies für jedes die Politische Kraft Synergien einbringt, liegt hinaus dieser Hand. Und während etwa die Opposition wie gängig ihre Weihnachts- und Neujahrsgrüße plakatierte, sparte sich die ÖVP die Werbemaßnahme. Stattdessen standen in dieser Vorwahlzeit plötzlich raumgreifende blau-gelbe Pumpe-Konstruktionen in dieser Winterlandschaft: I love NÖ. Unnötig, hinzuzuschreiben, dass, wer Niederösterreich liebt, unwillkürlich nebensächlich die ÖVP ins Pumpe geschlossen hat.

Plakative Bildsprache
Und weil die ÖVP Niederösterreich geführt wird wie ein Unternehmen, setzt sie, wie es viele Markenartikler und Konsumgüterhersteller gegenwärtig tun, heute hinaus Herzlichkeit und Wir-Gefühl, unterlegt mit Gemütlichkeit suggerierender Bildsprache. Je riskanter und bedrohlicher die Außenwelt, umso intensiver die Sehnsucht nachher einer sanieren Welt. Dasjenige wissen Coke, Ikea und Nestlé. Und dies weiß nebensächlich die ÖVP.

Winterfeste Botschaft . . .
– © Thomas SautnerAbgerundet wird dies plakative Versprechen, dass mit dieser ÖVP was auch immer gut bleibt, sogar wenn rundum die Welt ins Wanken gerät, von den Landesmedien. Dieser Verbrauch einer halben Stunde dieser Nachrichtensendung „Niederösterreich heute“ reicht, um zu wissen, welches gemeint ist. Idylle denn Hetze. Seichtheit denn Mittel zum Zweck. Heile Scheinwelt. Berieselung. Niederösterreich heute.
Die frohe Botschaft, dass es „Wir“ in Niederösterreich „ja noch gut nach sich ziehen“ und die „Hanni“, in Folge dessen die Landeshauptfrau, streng mit allen äußerlich verfährt, doch umso fürsorglicher und schützender mit „uns“, sie Paradigma wird nebensächlich von den Funktionären und ÖVP-Parteimitgliedern verbreitet. Von denen gibt es, wie am Institut für jedes Staatswissenschaft erhoben wurde, in Niederösterreich so viele wie nirgendwo sonst in Ostmark. 220.000 in 150.000 Haushalten sind es, die von St. Pölten aus orchestriert werden.
Die ÖVP Niederösterreich gilt denn schlagkräftig und kampagnenfähig wie sonst nur die SPÖ Wien. Im Unterschied zu ihr hat die ÖVP NÖ hingegen zwei weitere Erfolgsfaktoren hinaus ihrer Seite. Erstens: die herzzerreißend harmlosen Oppositionsparteien SPÖ, Grüne und Neos. (Die FPÖ gebärdet sich hier wie da traditionell unappetitlich.) Und zweitens, wie dieser Politologe Laurenz Ennser-Jedenastik vom Institut für jedes Staatswissenschaft feststellt: dies Fehlen eines unabhängigen Journalismus.
Ennser-Jedenastik: „Niederösterreich ist journalistische Wüste, sämtliche Medien sind diszipliniert und hinaus Linie. Die ORF-Sendung ,NÖ heute‘ etwa ist bestenfalls ein Scherz.“ Zudem, sagt Ennser-Jedenastik, sei Niederösterreich neben dem Burgenland Österreichs einziges Land ohne starke Tageszeitung. Verschiedenartig denn die „Oberösterreichischen Nachrichtensendung“, die „Wiener Zeitung“, die „Salzburger Nachrichtensendung“, die „Kleine Zeitung“ in dieser Steiermark und in Kärnten, die „Tiroler Tageszeitung“ und die „Vorarlberger Nachrichtensendung“, seien die „Niederösterreichischen Nachrichtensendung“ bloß denn Bezirksnachrichten konzipiert, die hoch Landespolitik nachgerade in Musterschülerart berichte.
Strukturkonservativ nennt sich dieser politische Zustand, dieser hinaus sie Verfahren verhärtet. Wenig Erhellendes, dies einzudringen vermag. Kaum frischer Wind. Niederösterreich heute: ein Staat, in dem was auch immer unterbleibt, welches dieser ÖVP und ihrer Klientel keinen Sinn bringt; ein Staat, in dem nichts geschieht, welches keine Lobby hat in dieser Politische Kraft. So werden etwa beim existenzentscheidenden Themenkreis schlechthin, dieser Strafaussetzung unseres Lebensraums, nachher wie vor die Gewinninteressen von ÖVP-nahen Unternehmen und landwirtschaftlichen Großbetrieben hoch dies ökologische Gesamtinteresse gestellt: Die Bodenversiegelung etwa läuft entgegen anderslautender PR unvermindert und in zerstörerischem Zeitmaß.
Dieser langjährige Sprossenstiege dieser NÖ Naturschutzabteilung agierte, denn sei sein politischer Auftrag, Industrie und Großbauern vor dem Umweltschutz zu schützen. Biodiversität wird vom Staat mutwillig zerstört, während hunderte Kleinstteiche infolge bürokratischer Erfordernisse rückgebaut werden zu tun sein. Es wird Raiffeisen-Kunstdünger ausgebracht, denn gäbe es kein Morgiger Tag. Protestierende Fachleute werden wahlweise denn Freaks oder Landesverräter verunglimpft. „Kritische Stimmen“, sagt dieser Politologe Ennser-Jedenastik, „gelten in Niederösterreich reflexartig denn Störung und Gefahr. Man bleibt tunlichst unter sich. Getreu ist die Politik.“ Niederösterreich heute.

Apolitische Kultur
Wie Korrektiv zur Volkspartei, die nun Niederösterreich-Politische Kraft heißt, bleibt nur die Zivilgesellschaft, etwa unabhängige Wissenschafter oder Künstler. Die hat Niederösterreichs Ex-Landeshauptmann Erwin Pröll wie zuvor kein anderer für jedes sich entdeckt und gefördert und kunstfertig eingekocht. Und damit österreichweit vereinen illustren Standard gesetzt. „Dasjenige vereint sämtliche Landesoberhäupter hoch die Parteigrenzen hinweg“, erzählt ein Insider, „sie nach sich ziehen c/o Pröll erlebt, welches Kultur politisch herbringen kann und dass man dank Kunst hoch den provinziellen Tellerrand hinausblicken kann.“

Dieser damalige Landeshauptmann Erwin Pröll mit Hermann Nitsch c/o dieser Eröffnung einer Retrospektive des Künstlers im Museum Moderner Kunst Essl in Klosterneuburg, 2003.
– © Robert Newald / picturedesk.comErwin Pröll ist hierzu freilich unübertroffen, er setzte Kultur nicht nur virtuos (und virtuos schamlos) für jedes eigene PR-Zwecke ein, sondern war tatsächlich begeistert, dank ihr hinaus neue Ideen zu kommen, fremde Sichtweisen kennenzulernen und in bisher ungekannte Sphären vorzudringen. Selbst, wenn die mitunter arg wehtun. Sein Sicherheit für jedes Hermann Nitsch etwa, den von breiten Teilen dieser Nation, dieser Religionsgemeinschaft und dieser FPÖ gehassten (und verkannten) Aktions- und Mysterienkünstler, bleibt unvergessen.
Heute verschenken sich die Landeshauptleute und nebensächlich Niederösterreichs Johanna Mikl-Leitner risikoscheuer. Am angenehmsten ist ihnen Kunst und Kultur, wenn sie apolitisch bleibt und damit ungefährlich. Dekoratives mögen sie. Lustspiele. Oper und Operette. Leichte Theaterstücke. Und sicherheitshalber sollen die sie aufführenden Künstler ausschließlich c/o ihrer Kunst bleiben. Politische Äußerungen Fürbitte nur in einer einzigen stilistischen Form: dieser politischen Unterstützungserklärung vor dieser Wahl. Wie wichtig den Landeshauptleuten Kunst und Kultur ist (beziehungsweise ihre politische Bühnenfunktion), kann an dieser Ressortzuteilung abgelesen werden. Und so ist es doch durchaus bemerkenswert, dass sich solange bis hinaus in Wien, Salzburg und Vorarlberg leer Landeshauptleute Kultur denn höchstpersönliche Tagesprogramm gesichert nach sich ziehen.

Problem Landeshymne
Zuständig sind die Landeshauptleute denn Kulturverantwortliche nebensächlich für jedes dies – wie es herrlich anachronistisch heißt – Liedgut. Da wäre ohne Rest durch zwei teilbar in Niederöster-reich frischer Wind keine schlechte Idee. Basta blinder Gewohnheit wird c/o Festlichkeiten nachher wie vor die niederösterreichische Landeshymne gesungen. Ihr Text stammt von Franz Karl Ginzkey, dieser Mitglied im „NS-Kampfbund für jedes Krauts Kultur“ war und aus dem PEN-Klub austrat, nachdem sich dieser gegen die Bücherverbrennungen im Deutschen Reich extrem hatte.

(Hymnen-)Dichter und Nazi: Franz Karl Ginzkey (1871-1963). – © Fayer, Georg / ÖNB-Bildarchiv /1936 wurde Ginzkey Mitglied des Bundes deutscher Schriftsteller Österreichs, dieser für jedes den „Verbindung“ Österreichs an dies Krauts Reich eintrat. 1941 beantragte er die Mitgliedschaft in die NSDAP und wurde von Adolf Hitler privat aufgenommen. Ginzkey verfasste viele, nebensächlich einschlägige Lyrik, etwa für jedes die Zusage Österreichs denn souveräner Staat: Nimm Dein Kind vom Donaustrande an dein Pumpe, Germania. Oder 1943 dies in dieser Zeitschrift „Oberdonau“ erschienene Sonett „Rückkehr des Panzerschützen“, in dem es heißt: Treu dieser Pflicht dies Äußerste zu wagen; hieß er stillschweigen seines Herzens Not; Tod zu säen war ihm aufgetragen; und er säte unerbittlich Tod.
Wenige Jahre später schon schrieb Ginzkey zu einer Weise von Beethoven den Text, dieser 1965 zur Landeshymne gewählt wurde und nachher wie vor c/o festlichen Anlässen von Landespolitikern gesungen wird – ganz so, denn sei nichts nun, dass die offizielle Hymne des Landes von einem glühenden Nazi stammt. 2023. Niederösterreich heute.
Im Dröhnen dieser Maschinen,
im Arbeitsfleiß zusammen,
wir müh’n uns, dir zu herhalten,
mein Niederösterreich.

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