Klimawandel in Äthiopien – Die verdurstenden Nomaden


Die drei Nomaden waren losgezogen, um Lebensmittel z. Hd. ihre hungernden Familien zu heran schaffen. 60 Kilometer waren sie in sengender Hitze hinauf ihren Kamelen unterwegs, doch sämtliche mögliche Wasserstellen hinauf ihrem Weg in jener äthiopischen Region Afar waren ausgetrocknet. Wie ein Fahrzeugführer jener Hilfsorganisation APDA (Afar Pastoralist Development Association) die drei Männer fand, waren zwei schon verdurstet, jener dritte befand sich im Delirium. Dieser Fahrzeugführer holte schnell Wasser und rettete dem Nomaden dasjenige Leben.

„Wenn man einem Verdurstenden begegnet, darf man ihm nicht sofort große Schlucke Wasser zu trinken spendieren. Denn dann droht ein Herzkasper“, berichtet Valerie Browning, die Programmdirektorin von APDA. „Man muss ihn zuerst bespritzen, um seine Körpertemperatur zu kühlen. Und folglich gibt man ihm nachdem und nachdem kleine Schlucke Wasser.“

„Selbst glaube steif daran, dass jeder Mensch zweite Geige in Zeiten schlimmster Not und Hilfsbedürftigkeit in seiner Würde vollkommen respektiert werden muss“, sagt Valerie Browning. „Und solche Überzeugung teile ich mit Sonne.“ Seither 2005 arbeitet ihre Organisation APDA mit jener nichtstaatliche Organisation Sonne International zusammen. Die Zusammenarbeit begann damit, dass Sonne-Obmann Erfried Malle verbinden mit Browning zu Afar-Gemeinschaften fuhr. Seitdem zusammenbauen Sonne und APDA Frauenbeauftragte aus, schafft Wasserspeicher oder errichtet Schulen. Finanziert werden die Projekte durch Spenden oder die österreichische Entwicklungszusammenarbeit. So finanziert dasjenige Sozialministerium ein Projekt, c/o dem schwangere Frauen betreut und lokale Gesundheitsbeauftragte geschult werden. Dasjenige österreichische Büro von Sonne reist zweite Geige regelmäßig zu den Projekten. Selbige Reisen stillstehen allen Interessierten ungeschützt. www.sonne-international.org

Dasjenige wisse so gut wie jeder Bewohner Afars, sagt Browning. Denn jener Durst ist dort z. Hd. viele Menschen ein quälender Gefährte. Die steinige Region ist ohnehin schon eine jener heißesten noch von Menschen bewohnten jener Welt, in jener es im warme Jahreszeit mehr qua 50 Qualität Celsius nach sich ziehen kann. Nun zwar bleibt jener Regen immer mehrmals aus, häufen sich die Dürren. Dieser Grund dazu ist jener Klimawandel.

Leben mit Nomaden statt mit Pensionsvorsorge
Browning hat die Veränderungen miterlebt. Die gebürtige Australierin heiratete zusammenführen Afar und tauschte vor 33 Jahren ein Dasein mit Pensionsvorsorge und Sozialversicherung gegen ein Leben in einer jener kargsten Regionen Afrikas ein. Seither rund 30 Jahren betreibt die gelernte Krankenschwester mit anderen Afar die Hilfsorganisation APDA. Selbige sieht ihre Problem darin, die Afar, die weitgehend Nomaden sind, so sehr zu stärken, dass sie in möglichst großem Metrik selbst ihre Zukunft zwingen können. Dasjenige geschieht durch wirtschaftliche Schulungen, den Überbau von Gesundheitszentren und zweite Geige die Verstärkung von Frauenrechten – so kämpft APDA schon heftige Menstruationsblutung gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Seither rund 30 Jahren unterstützt Browning mit Entwicklungsprojekten die Menschen in Afar.
– © Sonne InternationalAPDA ist, und dasjenige ist Browning wichtig, eine in jener Region verwurzelte Organisation. „Es reicht nicht aus, mühelos nur Lebensmittel abzuwerfen, ohne drauf zu ästimieren, dass die Menschen selbst produktiv werden. Und es bringt nichts, den Menschen Konzepte von extern umzustülpen, die nicht in den Gemeinschaften selbst verankert sind“, betont sie.
Dasjenige bedeutet zwar nicht, dass APDA nicht mit westlichen Organisationen zusammenarbeitet, die Ressourcen und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Und einer jener wichtigsten Partner ist die österreichische nichtstaatliche Organisation „Sonne International“, die Browning aus Anlass ihres 20-jährigen Bestehens nun in Wien besuchte.
Im Zuge dessen berichtete Browning jener „Wiener Zeitung“, dass ihre Organisation nun immer mehr akute Nothilfe leisten muss. Denn die Klimakrise hält die Nomaden in einem Teufelskreis gefangen: Weideflächen vertrocknen und dasjenige Viehzeug verendet. Die Zeit von einer Trockenheit zur nächsten ist mittlerweile zu konzis, um den Viehbestand wieder genügend aufzustocken – zumal eine Ziege zweite Geige keine Jungen werfen kann, solange sie nicht hinlänglich ernährt ist.
„Früher nach sich ziehen die Afar viel Fleisch gegessen und Milch getrunken“, berichtet Browning. Heute verkaufen viele ihre abgemagerten Ziegen, um Korn z. Hd. ihre Familien zu heran schaffen. Doch zweite Geige dasjenige hält nur z. Hd. ein paar Tage, und am Finale sind sie hinauf Lebensmittelhilfe angewiesen.

Die Afar zu tun sein mit jener Spärlichkeit leben.
– © Moesinger-Photography (www.moesinger-photography.com)Zumal noch eine weitere Katastrophe dasjenige Leyden jener Menschen in Afar verstärkt hat: Dieser äthiopische Bürgerkrieg hat zweite Geige hinauf solche Region übergriffen. Im Zusammenhang diesem bekämpfen sich die Zentralregierung und die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF). Durch Afar geht einer jener wichtigsten Versorgungsstraßen des Landes, die Äthiopien mit dem Port von Dschibuti verbindet. Streiter jener Afar nach sich ziehen solche gegen die TPLF-Rebellen verteidigt, die die Straße im Zuge dessen nicht erobern konnten.

Brennende Häuser und getötetes Viehzeug
Hierfür sind die Streiter jener Volk jener Tigriner in Teile von Afar eingedrungen und begingen laut Browning schwere Übergriffe. Sie führten demnach willkürliche Tötungen durch, brannten Häuser nieder, zerstörten mutwillig Gesundheitszentren und Schulen. Darüber hinaus schnitten sie die Menschen von ihrer Versorgung ab. TPLF-Streiter nahmen den Nomaden ihre Ziegen, töteten solche teilweise zweite Geige oder hetzten scharfe Hunde hinauf sie.
„Es ist eine fürchterliche Zerstörung, die sinnlos ist“, sagt Browning. Ihre Berichte decken sich mit denen anderer Augenzeugen aus jener Region.
Brownings Organisation versuchte weiterhin, die Menschen zu klappen. „Unsrige Mitwirkender sind mit jener Region vertraut und parat, Risiken hinauf sich zu nehmen“, sagt sie. Ein Mitwirkender wurde getötet, zwei Lastwagen wurden geraubt. Mittlerweile hat sich die TPLF aus Afar zurückgezogen, doch niemand weiß, ob jener Krieg nicht zurückkehrt.

Geblieben sind die Zerstörungen und die Not. APDA bringt weiter Wasser in die schlimmsten Dürreregionen. Doch solche Fahrten sind mittlerweile wegen jener Inflation viel teurer geworden. Zweitrangig weil in Äthiopien die Preis z. Hd. Sprit massiv gestiegen sind.

Weiter Weltbild an langfristige Schöpfung
Doch zweite Geige wenn die Standpunkt derzeit grenz… finster ist, hat Browning den Vertrauen schenken an eine langfristige Schöpfung nicht verloren. Die Menschen hätten nachdem wie vor die Möglichkeit, mit den immer schwierigeren Umständen zurechtzukommen. Es gebe im Land noch viele Wasservorräte. Und bekämen die Nomaden Viehfutter zur Verfügung gestellt, könnten sich die Herden wieder rekonvaleszieren.

Es ist entscheidend, dass sich die Ernährungsgewohnheiten jener Nomaden ändern.
– © Moesinger-Photography (www.moesinger-photography.com)Da die Viehzucht immer schwieriger werde, sei es zwar zweite Geige unumgänglich, dass sich die sehr einseitige Ernährungsweise jener Afar verändere. Hier betreibt APDA verbinden mit Sonne ein von jener Austrian Development Agency (ADA) mitfinanziertes Projekt, c/o dem Afar aus verschiedenen Gemeinschaften damit vertraut gemacht werden, Korn oder zweite Geige Früchte anzubauen. Beteiligt sind zweite Geige äthiopische Universitäten, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel sich z. Hd. zusammenführen Anbau in dieser schwierigen Region das Mittel der Wahl eignen.
Browning berichtet, dass erste Gemeinschaften schon Spinat oder Bananen angebaut nach sich ziehen, welches freilich nur in den Nähen von Flüssen möglich ist. „Sie konnten es kaum Vertrauen schenken, dass dasjenige c/o ihnen wachsen kann“, berichtet sie. „Doch damit öffnet sich wieder eine Tür z. Hd. eine bessere Schöpfung. Es ist nicht die Gesamtheit nur negativ.“

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.