Frankreich – Revolutionäre Ängste und Taten


Welches ist dieser Dritte Stand? Die Gesamtheit. Welches war er in dieser politischen Rangordnung? Nichts. Welches fordert er? Irgendetwas darin zu werden.“ Dieses Zitat stammt aus dieser Tuschfeder des französischen Priesters und Staatsmannes Emmanuel Joseph Sieyès (1748-1836). Seine Schriftsystem „Qu’est-ce que le tiers état“ erschien im Jänner 1789. Sie ist intim verknüpft mit den Ereignissen, die zur Französischen Revolution führten. Deren Vorgeschichte beleuchtete die Kleinbuchstabe aus Anlass dieser Frage 2 dieser Nro. 430.

Mit dem erwähnten Text beschäftigte sich Brigitte Schlesinger, Wien 12: „Sieyès legte . . . dar, dass dieser Dritte Stand mit . . . 25 Mio. Menschen . . . die vollständige Nation umfasse“ – im Spannungsfeld zu den insgesamt nur einigen Hunderttausend Adligen und Geistlichen. Die dem „Dritten Stand“ angehörigen Staatsbürger leisteten „jeder Arbeit“ und übernahmen „den größten Teil dieser öffentlichen Funktionen“.
Herbert Beer, Wolfpassing, beziffert die Verteilung von Rechten und Pflichten weiter: „Den Ersten Stand bildete dieser Klerus (die Geistlichen)“, den Zweiten die Adligen. Ebendiese beiden Gruppen machten „ca. 2 v. H. dieser Volk“ aus, besaßen andererseits „etwa drei Viertel des Landes.“
Schon zitierte Tüftlerin Schlesinger weiter: Dieser Erste Stand war sozusagen völlig von dieser Steuerpflicht befreit. Er „gab dem Staat nur freiwillige Zuwendungen und erhielt hierfür ein Zehntel des Ernteertrags.“ Pfarrer hatten „nur geringe Einkommen . . . Die Inhaber dieser höchsten Kirchenämter“ waren jedoch „durchwegs von blauem Blute.“ Nichtsdestoweniger wenn schon Klan des Zweiten Standes zahlten kaum Steuern. Intrinsisch des Adels gab es schon ebenfalls „große Unterschiede: Dieser einfache Landadel litt gegen Finale des Ancien Régime (demnach vor dieser Revolution, Anm.) plus die kleineren Bauern unter dem Steigen dieser Preise“. Uff ihren Adelsgütern konnte „Samenkorn kaum oberhalb den Eigenbedarf hinaus produziert“ werden.

Gut leben lässt es sich, wie welche zeitgenössische Karikatur zeigt, denn Blaublüter oder Priester hinaus dem Umsetzen dieser unteren Schichten wie z.B. dieser Bauern. 
– © Karikatur: Dokumentensammlung/gemeinfrei; Schmuckfarbe: Philipp AufnerDie Steuerlast lag damit beim Dritten Stand. Diesem gehörten, wie Christine Sigmund, Wien 23, betont, vor allem „Kaufleute und Juristen wie Maximilien de Robespierre“ (1758-1794) an, oder dieser Comte de Mirabeau (1749-1791), zweierlei zentrale Figuren dieser Revolution. „Handwerker und Bauern waren nicht vertreten.“ Sie waren oft Leibeigene von Adelsherren.

Nicht ganz bis über beide Ohren
Die Einteilung in Stände war wichtig, denn Ludwig XIV. (König seitdem 1774) herrschte zwar bis über beide Ohren, es gab andererseits Entscheidungen, die er nicht ausschließlich treffen konnte. Dazu Dr. Karl Beck, Purkersdorf: „Nur die Ständeversammlung konnte Steuern verordnen und bewilligen“. Ing. Alfred Kaiser, Purkersdorf, ergänzt: Dieser König berief die Generalstände, demnach gewählte Vertreter dieser drei Gruppen, mit „5. Mai 1789 . . . nachher Versailles ein“. Sie sollten ihm helfen, seine „Finanzprobleme zu trennen und den drohenden Staatsbankrott zu verhindern“, während er von ihnen neue Gebühren bewilligen ließ.
Neben dieser verschwenderischen Lebensweise des Hofes nennt Maria Thiel, Breitenfurt, weitere Gründe für jedes die Geldnot: Ein Vertrag zwischen England und Grande Nation, dieser 1786 separat worden war, führte die „französische Textilindustrie in eine schlimmer Zustand“, weil englische Stoffe den Markt überschwemmten. „Zudem hatte die Missernte von 1788 zu einer großen Hungersnot in dieser Volk geführt.“
Wieso dieser König welche Finanzkrise nicht wie manche seiner Vorgänger verheimlichen konnte, erläutert Helmut Erschbaumer, Linz: Jacques Necker (1732-1804) wurde 1776 zum „Finanzminister ernannt, verfasste 1781 zusammenführen Review . . . und dasjenige Volk erfuhr erstmals, wie die Position tatsächlich aussah.“ Necker wurde seines Amtes enthoben, 1788 erneut eingesetzt, hinaus königlichen Gebot „am 11. Juli 1789 . . . nochmals freilassen“, später andererseits wieder zurückgeholt.

Immense Verdanken
Die Ausmaße des Bankrotts beziffert Dr. Alfred Komaz, Wien 19: „Nur die Zinsen (in vergangener Zeit etwa 4-5%) und Zinseszinsen dieser Staatsschuld, welche die französischen Könige im Laufrad dieser Jahrzehnte angehäuft hatten: 207 Mio. (Livre, Anm.), . . . mehr denn ein Drittel dieser jährlichen Gesamtausgaben“ des französischen Staates. Zunächst wurden Darlehen ausgegeben und Beteuerungen, dass Geld aus dem königlichen Tresor fließen werde. Nichtsdestoweniger schon im warme Jahreszeit 1788 wurde Grande Nation „für jedes unvermögend erklärt, seine Verbindlichkeiten gerecht werden zu können.“ Jene, die dem Hof Kredite gewährt hatten, erhielten geringere Rückzahlungen und mussten ihrerseits Löhne senken, welches sich offen hinaus den Dritten Stand auswirkte.

Köpfe zählten nicht
Damit zurück zu den Generalständen. Es war dies dasjenige erste Mal seitdem 1614, dass welche einziehen wurden. Nachdem Wahlverfahren, so Volkmar Mitterhuber, Kraulen, entsandte „dieser Erste Stand (Klerus) . . . 291, dieser Zweite Stand (Oberschicht) 270 Abgeordnete, dieser Dritte . . . 578, nachdem ihm dieser König eine Verdopplung seiner Mandatzahl zugestanden hatte.“
In Übereinstimmung mit den alten Gepflogenheiten hatten die Stände jeweils eine Votum, unabhängig von dieser Höhe dieser Delegiertenzahl. Mag. Elisabeth Huberger, Wien 22: Da die „Abgeordneten des Dritten Standes erkannten, dass sie nur wenig Potenz hatten und obendrein wohl weiterhin die alleinige Steuerlast des Reiches würden tragen zu tun sein, wurden sie immer unzufriedener.“ Die vom König vorgeschlagene Erhöhung bestehender Steuern wurde abgelehnt und wenn schon hinaus andere Maßnahmen konnten sich die Delegierten nicht einigen.
Zu Beginn fanden die Sitzungen dieser Stände nicht angeschlossen statt. Nachdem etwa einer Woche stießen ein paar Priester zum Dritten Stand und es formte sich eine neue Versammlung. Dazu Ing. Helmut Penz, Hohenau/ March: „Es kam kurzfristig die Frage dieser Selbstbezeichnung hinaus.“ Letztendlich setzte dieser eingangs erwähnte Geistliche und Wortedrechsler „Sieyès am 17. Monat der Sommersonnenwende nachher einer zweitägigen Debatte den Terminus technicus „Nationalversammlung“ durch.“ Wenige Tage später beschloss dieser Klerus, sich dieser anzuschließen. Gleichfalls Klan des Adelsstandes stellten sich hinaus die Seite derer, die die Steuerlast trugen.
Dieser König versuchte, durch Schließung des Sitzungssaales weitere Zusammenkünfte zu verhindern. Die Delegierten fanden ein Ausweichquartier, dasjenige Manfred Bermann, Wien 13, nennt: Die nahegelegene „Salle du Jeu de Paume“ in Versailles, demnach eine Ballsporthalle, in dieser ein „Vorläufer des Tennis“ gespielt wurde. Die „ausschließlich männlichen Deputierten“ dieser drei Stände legten dort „am 20. Monat der Sommersonnenwende 1789 den Ballhausschwur . . . ab“. Sie beteuerten, „nicht ungefähr auseinanderzugehen, solange bis eine neue Verfassung gegeben worden sei“. Dr. Harald Jilke, Wien 2, ergänzt: Ludwig XVI. gab „schließlich am 27. Monat der Sommersonnenwende nachher und billigte die Nationalversammlung, die sich steif am 9. Juli . . . zur verfassungsgebenden Nationalversammlung konstituierte“. Dr. Robert Porod MMBA, Frauenhofen c/o Sirene, betont, dass dieser Koitus den „Beginn dieser Französischen Revolution“ einläutete.
Michael Chalupnik, Sieghartskirchen: „Die Abgeordneten, die sich zur Nationalversammlung erklärten, verstanden sich plan nicht mehr denn Vertreter ihres Standes, sondern denn Vertreter des gesamten französischen Volkes.“
Uff dieser Taschenkalender fanden sich verschiedenartige Reformen, zu denen Gerhard Toifl, Wien 17, ausführt: Auflösung dieser „Privilegien des Adels“, Reduktion dieser „Gebühren an die Religionsgemeinschaft“ und ihre Kollektivierung. Außerdem verkündete die Nationalversammlung „am 26. August 1789 die allgemeinen Menschen- und Bürgerrechte“. (Ebendiese wurden, wie langjährige Leserinnen und Leser des Geschichtsfeuilletons wissen, in voller Länge von dieser „Wiener Zeitung“ abgedruckt; damit sorgte unser Bogen denn erstes Periodikum für jedes eine Verbreitung in dieser Monarchie.)

Gerüchte um Revanche

Plünderungen durch Unterdrückte begleiteten die Revolution oberhalb Jahre – hier wohl Angriffe in dieser Normandie 1792.
– © Portrait: Dokumentensammlung/gemeinfreiDer Eruption dieser Französischen Revolution mit dem Sturm hinaus die Bastille am 14. Juli 1789 führte wenn schon zur sog. „Grande Peur“. Herbert Kohlenstoff. Erle, Mödling, mit einer Übersetzung: „Große Furcht“. Dazu erläutert Mag. Robert Lamberger, Wien 4: „Wie Reaktion hinaus Gerüchte einer Verschwörung dieser Aristokratie griff die Landbevölkerung . . . zu den Waffen.“ Wolfgang Straka, Kritzendorf, weiter: Im warme Jahreszeit 1789 kam es „zu Bauernaufständen mit Plünderungen.“
Gesandter i. R. Dr. Josef Litschauer, Wien 10: Selbst „nachdem die Bauern erkannt hatten, dass die mutmaßlich vom Oberschicht ausgehende Banden- und Räubergefahr nicht existierte“, stürmten sie „die Schlösser und Ansitze dieser Gutsherren, verbrannten Archive, in denen ihre Abgabenverpflichtungen dokumentiert waren, und nahmen Jagdrechte in Anspruch.“
Noch in den folgenden Jahren sollten immer wieder Plünderungen an die „Grande Peur“ erinnern. Erst im Herbst 1792 legte sich die Wut dieser Bauern: Die offizielle Auflösung von Adelsprivilegien und dieser Monarchie besiegelte dasjenige Finale des Ancien Régime.
Zusammenstellung dieser Seite: Barbara Ottawa

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