Fiaker – So eine Pferdehitze


Es zeigte sich von jetzt an, dass die Fronten verhärtet sind. Wo für anderen kein Löschblatt mittendrin passt, könnte man für Martin Balluch und Marco Pollandt getrost mehrere Fuhrmann-Gespanne hinstellen. Ersterer ist Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) und erlangte manche Berühmtheit, qua in den Jahren 2010/2011 ein Strafverfahren wegen Gründung einer kriminellen Organisation gegen ihn geführt wurde; Balluch wurde in allen Punkten freigesprochen. Pollandt wiederum betreibt seither einigen Jahren dies „Riding Dinner“ – Fuhrmann-Fahrten mit Diener, Getränken und kulinarischen Schmankerln durch die Wiener Kernstadt.

Die bislang heißeste Woche des heurigen Jahres geht ihrem Finale entgegen. Thermometer zeigten Finale Juno in dieser Stadtmitte schon mehr qua 35 Qualität im Schlagschatten an. Und Sommerhitze gibt seither 15, 20 Jahren immer wieder Ursache pro Debatten gut Pferde, die Kutschen gut glühenden Erdpech ziehen. Die Fuhrmann. Jene traditionsreichen Wiener Pferdekutschen mit den eloquenten Damen und Herren am Kutschbock, die (meist) Touristen zu den Sehenswürdigkeiten dieser Stadtmitte kutschieren.

Um 11 Uhr Vormittag gibt es aufwärts dem Michaelerplatz keinen Schlagschatten. In den Nachmittagsstunden sind die Pferde hier handkehrum vor Sonne geschützt. Fotos:Georg Hönigsberger – © Georg HönigsbergerDie Redaktion dieser „Wiener Zeitung“ wollte die hierzu gegensätzlichen Standpunkte dieser zwei Antipoden Tierschutz und Fuhrmann-Unternehmer in einem Streitgespräch ausloten. Doch dazu kam es nicht. „meine Wenigkeit setze mich mit Balluch nicht in den selben Raum“, sagte Riding-Dinner-Chef Pollandt am Telefon. Dasjenige anberaumte Streitgespräch wurde abberaumt, die beiden wurden stattdessen nicht angeschlossen voneinander befragt.

Tierschützer Martin Balluch. – © Georg HönigsbergerSchon im Grundsätzlichen gibt es unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten. „Pferde sind Steppentiere, sind Hitze nicht gewöhnt“, sagt Balluch. Ab 25 Qualität sei die Verschuldung pro die Tiere zu hoch. Vor allem die Stadt sei qua „heiße Steinwüste“ kein geeigneter Lebensraum pro Pferde. „Man vergisst gerne 6.000 Jahre Züchtung“, erwidert Pollandt. „Wir nach sich ziehen unterschiedliche Rassen, die in unterschiedlichen Klimazonen leben.“ Neben dem Hund sei dies Pferd dies einzige Haustier, dies „dem Menschen in jedweder Klimazonen gefolgt ist“, erklärt dieser ausgebildete Zweispänner-Fahrzeugführer. So seien für den Fiakern unter anderem Lipizzaner im Kapitaleinsatz. „Eine Straßenkreuzung aus andalusischen und arabischen Pferderassen.“ Hitze mache ihnen nichts aus. Ganz im Gegenteil. „Für 15 Qualität im Frühling zu tun sein wir die Lipizzaner am Standplatz mit einer Hülse zudecken“, erklärt Pollandt.

Fuhrmann-Gastronom Marco Pollandt. – © Georg Hönigsberger
Ressortchef denkt gut Fuhrmann-Verbot nachher
Dasjenige Themenbereich Wiener Traditionskutschen und Hitze kam Zentrum Mai dieses Jahres verblüffend aufs politische Tapet. Dieser pro Tierschutz zuständige Ressortchef Johannes Rauch (Grüne) hatte laut gut ein Verbot dieser Fuhrmann nachgedacht. Wiens Dorfschulze Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich davon wenig begeistert, könne sich hingegen ein Herabsetzen dieser Hitzegrenze pro Fuhrmann-Fahrten von 35 aufwärts 30 Qualität vorstellen. Bislang nach sich ziehen Kommiss und Stadt keine neue Regulierung getroffen. Eine derartige Forderung ist schon im März von dieser Bezirksvertretung dieser Stadtmitte mit Stimmen von ÖVP, Grünen und Neos beschlossen worden. Bislang ohne Hinterher gehen.
Seit dem Zeitpunkt 2016 ist die Hitzeregelung im Paragraf 3 des Wiener Fuhrmann- und Pferdemietwagengesetzes festgeschrieben: Erreicht die in dieser Stadtmitte „gemessene Temperatur an einzelnen Tagen vereinen Zahl von mindestens 35 Qualität Celsius, so sind an diesem Tag weitere Rundfahrten und bestellte Fahrten unzulässig. Dieser Firma ist pro diesen Tag einzustellen und die Standplätze sind unverzüglich zu räumen.“
Wenig erstaunlich ist Balluch ebendiese Regulierung nicht weitgehend genug. Qua „ersten Schrittgeschwindigkeit“ fordert er die Senkung dieser Temperatur-Grenze pro Fuhrmann-Fahrten aufwärts 30 Qualität. „Derzeit kutschieren sie ihre Runden, die 40 Minuten dauern, sogar für 35 Qualität noch fertig.“ Zudem erfolge die Messung nicht beim heißen Erdpech, sondern „irgendwas weiter oben im Schlagschatten“.
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30 Qualität sind pro Pollandt kein Themenbereich. Er bezweifelt sogar den Sinn dieser derzeit gültigen 35-Qualität-Regulierung. „Es ist völlig kontraproduktiv, wenn man so ein Verordnung im Sinne des Tierschutzes aufwärts den Weg schickt und ich zur heißesten Zeit des Tages die Pferde dann eine Stunde oder länger nachher Hause möglich sein lasse.“ Es sei pro die Tiere unter Umständen sinnvoller, sie in dieser heißesten Tageszeit aufwärts ihren Standplätzen zu belassen. „Dort habe ich eine super Versorgung. Es gibt aufwärts jedem Standplatz Wasser und – sogar wenn oft Gegenteiliges behauptet wird – die behördlich genehmigten Standplätze sind zur heißesten Zeit des Tages großflächig im Schlagschatten.“

Prater und Schönbrunn statt Stadtmitte
Damit kann Balluch wenig einführen. Er will die Fuhrmann aus dieser Stadtmitte verbannen. „Noch besser fände ich, ebendiese Fahrten in den Prater oder in den Schönbrunner Schlosspark zu verlegen und nur noch dort zu kutschieren.“ Dort könne man „dies Nostalgische noch erleben“. Die Pferde seien weniger belastet. Kein Straßenverkehr, Laubgrün, dies kühlt, kein Lärm, kein Trubel. „Dasjenige wäre irgendwas, dies wir mittragen können“, sagt Balluch.
Damit würde man dies Fuhrmann-Prostitution ruinieren, meint hingegen Pollandt. „Wer will denn durch den Prater kutschieren?“ Von den mehr qua 20 Betrieben ließe sich dann wohl nur mehr einer wirtschaftlich resultieren. „Und es ist zur Diskussion stehend, ob es sich dann noch rechnet, die großen Koppeln zu betreiben, aufwärts denen die Pferde ihren Auslauf nach sich ziehen“, gibt er zu bedenken. „Mit so einer Idee würde man dies Leben dieser Pferde verschlechtern und nicht verbessern. Da hat niemand irgendwas davon.“
Es gibt handkehrum im Bezug aufwärts Hitze doch vereinen Zähler, wo sich die beiden einig sind. Die Politik müsse mehr gegen die Hinterher gehen des Klimawandels tun. „Es wird noch schlimmer in naher Zukunft. Da muss sich die Politik Gedanken zeugen“, sagt Balluch. „Man muss sich generell in dieser Stadtpolitik Gedanken zeugen, wie man eine Stadt kühler hält“, pflichtet Pollandt ihm für. Dasjenige Problem dieser Hitze werde aufwärts die Pferde abgewälzt, handkehrum Fuhrmann nicht kutschieren zu lassen, mache die Stadt nicht kühler.

Fluchttiere, ständige Panik und Traktoren
„Pferde sind Fluchttiere, die leichtgewichtig in Panik geraten“, sagt Balluch. „Dieser Straßenverkehr, die Menge an Menschen, die Tiere zu tun sein ständig mit ihrer Panik ringen.“ Zweite Geige vereinen Wagen zu ziehen, widerspräche dem „natürlichen Verspüren“ dieser Pferde. Dazu kämen Verletzungen dieser Sprunggelenke „durch dies ständige In Betracht kommen am harten Erdpech“. „Am schönsten Landgut dieser Welt nach sich ziehen Pferde von stummelig aufwärts mit Maschinen zu tun“, entgegnet Pollandt. Die Tiere seien Traktoren und Lärm gewöhnt. Von Panik könne keine Referat sein. Dasjenige Inertia dieser Kutschen sei pro Pferde kein Thema, meint dieser Fuhrmann-Gastronom. „Man kann Inertia leichter nachziehen qua tragen.“ Ein Pferd könne den ganzen Tag gut locker 1,2 Tonnen hinter sich herziehen, ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen. Dasjenige Tragen von Reitern am Umstellen sei pro die Tiere eine weit größere Verschuldung.
Ob denn dann sogar nicht Hunde aufwärts die verkettete Liste des VGT müssten, will die „Wiener Zeitung“ von Balluch wissen. Schließlich sei die Weltstadt sogar nicht deren natürliches Lebensraum und heißer Erdpech im warme Jahreszeit schmerze die zarten Pfoten dieser ursprünglichen Rudeltiere wohl mehr qua die Hufe dieser Pferde. Hunde gingen zwar „sehr ungern aufwärts heißem Erdpech“, sagt dieser Tierschutz-Aktivist, handkehrum man zwinge sie wenigstens nicht, „schwere Lasten durch die Straßen zu ziehen“. Hier muss angemerkt werden, dass Balluch zuvor dies Ziehen dieser Kutsche noch qua geringeres Gemeinheit (verglichen mit Hitze oder Stress) pro die Pferde eingestuft hatte.
Utopie sei eine Stadt wie Wien pro Hunde nicht, vor allem, „wenn man im zwölften Stock wohnt und mit den Tieren nur einmal um den Häuserblock geht“. Balluch lässt sich handkehrum nicht in die Zinke treiben. Eine Kampagne gegen des Menschen besten Kamerad im Weltstadt-Tropischer Regenwald ist nicht prädiktiv. Dasjenige mag durchaus stimmig sein, denn Balluchs Organisation zieht gegen „Tierfabriken“ ins Feld und nicht gegen „Omis, die ihren Pinscher Gassi resultieren“. Zweite Geige die Lipizzaner dieser Hofreitschule sind nicht im Schwerpunkt des VGT. „Dasjenige ist nicht unser prioritäres Ziel.“

Tierschützer verlieren Prozess gegen Fuhrmann
Eine Niederlage musste Balluchs VGT am 20 . Juno 2022 am Handelsgericht Wien einstecken. Dem Verein und einem Aktivisten war vom Wiener Fuhrmann-Unternehmen Paul (mit dem Pollandts „Riding Dinner“ kooperiert) unter anderem Rufschädigung vorgeworfen worden. Dieser VGT hatte behauptet, dass „aufgrund dieser Hitze immer wieder Fiakerpferde kollabieren“. Zudem litten die Pferde durch „meist reine Boxenhaltung ohne Auslauf“. Schließlich wurde sogar ein Foto veröffentlicht, dass ein „abgemagertes Pferd“ zeigen solle, für dem die Tierschützer vereinen „Sachverhalt von Pferde-Vernachlässigung“ befürchteten. Man forderte: „Dieses Pferd sollte aufwärts keinen Sachverhalt mehr vor eine Kutsche gespannt sein.“
Richter Jürgen Exner kam in dieser Verhandlung zum Schluss, dass all ebendiese Äußerungen zu unterlassen sind und VGT und Aktivist die gesamten Prozesskosten von mehr qua 7.500 Euro zu tragen nach sich ziehen. Die „inkriminierte Behauptung, dass „aufgrund dieser Hitze immer wieder Pferde kollabieren“, sei unvoreingenommen unrichtig, so dieser Richter. Die Fuhrmann-Pferde würden regelmäßig von den zuständigen Behörden kontrolliert. Zudem habe eine Tierärztin in den vergangenen sechs Jahren 1.950 Einzeluntersuchungen an den Fuhrmann-Pferden durchgeführt und keine gesundheitlichen Probleme festgestellt. Zweite Geige die weiteren beanstandeten Punkte würden nicht den Tatsachen vollziehen.

Balluch will dies Urteil dementieren
Während Pollandt gut dies Urteil des Handelsgerichts hocherfreut ist, gibt sich Balluch militant. „Wir werden sicher ernennen und dies solange bis zur letzten Instanz fetzen.“ Er sieht die Eine Behauptung aufstellen aus dem Zusammenhang gerissen oder missverstanden. Zudem bezweifelt er die Expertise dieser Wiener Magistrate und dieser Tierärztin. Dieser Gerichtsstreit zwischen Tierschützern und Pferde-Unternehmer geht demnach in die nächste Runde.
Ob es doch noch zu einem Gespräch dieser beiden Kontrahenten kommt? Balluch: „meine Wenigkeit weiß nicht, welches Hr. Pollandt hat. Er fühlt sich offenbar Personal… angegriffen.“ Pollandt („pro vereinen Fuhrmann sind die Pferde wie Haustiere“) glaubt, dass Balluch tendenziell wenig Können vom Leben dieser Pferde hat: „Es macht sehr wenig Sinn, mit jemanden übers Skifahren zu diskutieren, dieser mental in dieser Wüste lebt.“ Verhärtete Fronten solange bis zum Schluss. Unnachsichtig wie Hufeisen.

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