Aralsee – Gestrandet in Usbekistan


Nilufar erinnert sich noch ganz genau, wie während ihres Studiums die Herbstsemester abliefen. Ihr Zweck in Umweltwissenschaften liegt ja erst wenige Jahre zurück. Werden September pflegte die Universität nachher den Sommerferien die Pforten zu öffnen. Doch schon nachher wenigen Tagen stoppten die Behörden den Unterricht wieder. Die Studenten wurden, wie nicht zuletzt allesamt Schüler von Berufsschulen und Lyzeen, viele Ärzte, Lehrer und andere Staatsangestellte, zum Baumwollpflücken abkommandiert. Zwei Monate weit blieben die meisten höheren Lehranstalten geschlossen. Die versäumten Zahlungsfrist aufschieben hatte man im folgenden Hochsommer nachzuholen.

Zwangsarbeit
Qua junge Schraubenmutter, seufzt Nilufar, sei ihr solche Zwangsarbeit stets ein besonderer Graus gewesen. Ohne helfende Verwandte hätte sie nicht gewusst, wohin mit ihrem kleinen Buben. Dazu die stark Zufahrtsstraße im Marschrutka-Sammeltaxi! Frühmorgens um sechs aus den Federn. Zurück war man kaum vor acht am Abend. Viele Kollegen mussten, weit von zu Hause, am Rand welcher Felder in Zelten übernachten. Nachdem welcher Kampagne hatte man, da half die beste Heilsalbe nichts, von den Dornen welcher Sträucher rissige Finger. Hinzu kam, dass die Regierung die Maloche unter oft sengender Sonne nicht nur verächtlich entlohnte – mit 200 solange bis 800 Som, zwei solange bis sieben Cent, zum Besten von dasjenige Kilogramm. Sie legte nicht zuletzt ein tägliches Zielwert, 50, mancherorts 80 Kilogramm pro Person hold. „Faulenzer“ wurden vor versammelten Kommilitonen desavouiert und mussten zur Strafe Extra-Zahlungsfrist aufschieben zupfen.

Nilufar beim ungeliebten Baumwollpflücken . . .
– © Walter M. WeissDer Ort, an dem Nilufar solche unliebsamen Geschichten aus ihrem Gedächtnis kramt, scheint hinaus den ersten Blick mit Baumwolle und deren Anbau nichts zu tun zu nach sich ziehen. Jener Port Moynaq war seit dem Zeitpunkt alters familiär denn Zentrum welcher Fischerei. Zweite Geige denn Urlaubsziel stand er in hohem Stellung, eine Sorte zentralasiatisches Sotschi mit Hotels, Sanatorien, Ferienlagern, in dasjenige die Werktätigen gerne von weither zum Kraulen kamen. Und doch befände sich dieses Städtchen im fernen Nordwesten des Landes heute in einer regelrecht anderen Stellung, hätte sich Usbekistan nicht vor langer Zeit schon in die so verhängnisvolle Unmündigkeit von dieser Nutzpflanze gestürzt. Oder korrekter: Hätte man dasjenige Nationalstaat nicht dazu gezwungen. Und wir wären wohl nicht die drei Zahlungsfrist aufschieben von Nukus im Mietwagen speziell hinaus rumpeliger Straße solange bis hier herauf, an den äußersten Rand des bewohnten Teiles welcher autonomen Republik Karakalpakstan gefahren (wo kürzlich blutige Proteste zum Besten von Schlagzeilen sorgten).

Nebenstehender Text ist ein Entzug aus dem heutzutage im Wiener Picus Verlagshaus erschienenen Buch „Lesereise Usbekistan. Fährtensuchen an welcher Seidenstraße“ (132 Schwefel., 16,- Euro).Walter M. Weiss, geboren 1961, lebt denn freiberuflicher Buchautor, Fotograf und Studienreiseleiter in Wien. www.wmweiss.com

Jener Blick von Moynaqs Aussichtsterrasse offenbart eine Landschaft von unüberbietbarer Einöde. Qua wären welcher Evolution jegliche Optionen zur Gestaltung welcher Erdoberfläche ausgegangen. Wo sich einst welcher Amudarya in sein Delta auffächerte, erstreckt sich, so weit dasjenige Oculus reicht, eine Wüstenei, bügelbrettflach, grausandig, tot solange bis hinaus dasjenige schüttere Sträucher, dasjenige wirkt, wie speziell zum Überleben in einer post-nuklearen Welt entwickelt.
Am Mauke welcher 20 Meter hohen Uferklippe, hinaus welcher wir stillstehen und an die vor zwei Generationen noch Wellen schlugen, liegt, nutzlosem Spielzeug gleich wie von Riesenhand jenseits die Sanddünen verstreut, eine kleine Flotte verrosteter Fischkutter: eine surreale Ikone, dasjenige klassische Fotomotiv des globalen Öko-Katastrophentourismus – welcher berühmte Schiffsfriedhof.
Den Dreizack aus Beton, welcher hinaus welcher Hügel wie ein stilisiertes Segel in den weitestgehend immer wolkenlosen Himmel ragt, hatte man, erzählt Nilufar, denn hier noch eine Uferpromenade zum Schreiten lud, zu Verehren welcher ohne Rest durch zwei teilbar nicht zuletzt unter Usbekistans Männern monströs zahlreichen Todesopfer des Großen Vaterländischen Krieges gegen Hitlerdeutschland errichtet.

Dreizack aus Beton . . .
– © Walter M. WeissAls 2010 UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seinen Visite ankündigte, funktionierte man dasjenige Monument eilig um. Jener Marmor und die verkettete Liste welcher gefallenen Helden wurden weit, stattdessen drei Reliefs mit den Umrissen des Aralsees dienlich und darauf drei sehr verschieden große Flächen aquamarinblau tingiert.
Die drei Karten tragen die Vermerke „1960“ – „1980“ – „2000“. Wenige Schautafeln liefern ergänzende Hintergrundfakten. Jener Aralsee, lese ich, war nachher dem Kaspischen See, Salzlake Superior und Salzlake Victoria welcher viertgrößte See welcher Humus. 1961 maß er 66.000 Quadratkilometer, weitestgehend so viel wie welcher Republik Bayern, und war im Durchschnitt 69 Meter tief. Heute sind Fläche und Wasservolumen hinaus ein Zehntel geschrumpft. Sein Hauptbecken ist komplett verdunstet. Die Uferlinie des zur leblosen Salzbrühe verkommenen Überbleibsels verläuft grade gut 80 Kilometer Nord… von Moynaq.

Werden vom Finale
Jener Werden vom Finale des Aralsees lässt sich, denkt man in längerfristigen Kausalitäten, hinaus dasjenige Jahr 1861 mit einem Datum versehen. Denn mit dem Eruption des amerikanischen Bürgerkriegs kam welcher Baumwollexport welcher USA nachher Großbritannien zum Erliegen. Die weltweiten Preise schossen in die Höhe und rund um den Globus, von Down Under solange bis nachher Ägypten, suchten Farmer mit dem profitträchtigen Strauch und dessen flauschig-weißen Samenhaaren ihr Glücksgefühl.
Dies Unheil zum Besten von dasjenige zentralasiatische Zweistromland nahm seinen Wettlauf, denn Russland gegen Finale des 19. Jahrhunderts beschloss, in seinem jüngst erst errichteten Generalgouvernement Turkestan ebenfalls im großen Stil ins Kaufhaus einzusteigen. Khlopok (russisch zum Besten von Baumwolle) wird in Zentralasien seit dem Zeitpunkt welcher klassisches Altertum angepflanzt und war, etwa zwischen Städtern und Nomaden, stets ein wichtiges Handelsgut. Doch weil die Pflanze aus welcher Familie welcher Malvengewächse den Untergrund stark auslaugt und extrem viel Wasser braucht, kultivierte man sie traditionell nur in Maßen. Erst mit dem stark steigenden Rohstoffhunger welcher russischen Textilindustrie und wohl nicht zuletzt welcher Truppe wuchsen die Anbauflächen rapide. Befeuert wurde welcher Boom durch die neu errichtete Transkaspische und die Trans-Aral-Eisenbahn, die den raschen Abtransport großer Gütervolumina ermöglichten. Zentrum des Baumwollanbaus war in zaristischer Zeit dasjenige Fergana-Pelvis.
Die Sowjets stellten dann die Landwirtschaft welcher gesamten Usbekischen SSR hinaus Monokultur um, un… sie gigantische Bewässerungsprojekte forcierten. Im Zuge von Stalins „Großem Plan zur Transformation welcher Natur“ hoben 1939 etwa 160.000 Kolchosearbeiter innert nur sechs Monaten in bloßer manuelle Arbeit, mit Hacke und Schubkarre, den 350 Kilometer langen Ferganakanal aus. Und unter Chruschtschow wurde welcher Karakumkanal errichtet, welcher heute hinaus einer Länge von 1.400 Kilometern weitestgehend ganz Turkmenistan durchfließt und hier zwar weite Flächen begrünt, in der Tat enorme Verdunstungsverluste aufweist und im Westen welcher gleichnamigen Wüste sang und klanglos versickert.
Dies Ergebnis des radikalen Dirigismus: Bloß zwischen 1940 und 1980 vervierfachte sich die hinaus Usbekistans Untergrund produzierte Baumwollmenge hinaus jenseits neun Mio. Tonnen. Hierfür musste dasjenige Nationalstaat fortan weitestgehend allesamt Lebensmittel aus anderen Teilen welcher UdSSR importieren. Und welcher Aralsee büßte zum Besten von die brachiale Agrarpolitik weitgehend mit seiner Existenz: Kaum noch zehn von Hundert welcher ursprünglichen Durchflussmenge hinhauen heute sein Pelvis.
Noch zur Zentrum des vorigen Jahrhunderts galt welcher Aralsee denn Naturwunder – ein gewaltiges Wasserreservoir ohne Abflusskanal, dasjenige hinaus dasjenige harsche Kontinentalklima welcher Region wohltuend mäßigend wirkte. Seine Ufer waren gesäumt von dichtem Schilf, Gräsern, einem Pflanzendickicht, in dem sich neben einer bunten Vogelwelt nicht zuletzt viele Warmblüter, Antilopen, Ziegen, Bucharahirsche, Wildschweine, Wölfe und welcher inzwischen ausgestorbene Turantiger, tummelten.
Unglaublich war welcher Fischreichtum des Aralskoje More, des „Aralmeeres“, wie es die Russen nannten. Oben 30.000 Tonnen holten die Fischer hinaus usbekischer und kasachischer Seite pro Jahr aus seinen Fluten. Vier von fünf Anrainern verdienten ihren Lebensunterhalt mit Fischzug und Weiterverarbeitung des Schuppengetiers. Doch ab 1986 blieben die Netze unwiderruflich leer.

Die Fortgang des Aralsees intrinsisch von 20 Jahren, an zwei Schautafeln dargestellt. – © WeissIm Museum von Moynaq zeugen Schwarzweißfotos von welcher Blütezeit, dem emsigen Getriebe an den Fließbändern, den prallen Netzen an den Verladekränen. Zu sehen sind dort nicht zuletzt bukolische Ansichten des alten Lebens un… und Aquarell, Fischer vor reetgedeckten Lehmhäusern beim Netzeflicken, wiegendes Schilfrohr im Sonnenuntergang, tief verschneite Winterlandschaften…

Extreme Monokultur
Dies Unglücksfall, erklärt Nilufar mit melancholischem Unterton, sei ein ökologisches und menschliches zusammen: „Die extreme Monokultur führte zur heillosen Versalzung von Wasser und Böden.“ Arg verschlimmert hat dasjenige Fiasko welcher unmäßige Gebrauch von Pestiziden, Herbiziden und Kunstdünger: „Finale welcher Achtzigerjahre wurden hinaus verknüpfen Hektar im weltweiten Durchschnitt 300 Gramm Pflanzenschutzmittel versprüht. In Usbekistan lag welcher Zahl unter 54 Kilogramm.“ Die Folge: Jener ausgetrocknete Seeboden ist von einer Schicht aus Ton- und Schluffpartikeln, Salzstaub und besagten toxischen Substanzen bewölkt, die von den oft starken Winden tonnenweise aufgewirbelt und vertragen werden. Mikrochemiker wiesen die Giftstoffe im Eiskrem an den Gipfeln des Tien Shan und Pamir und sogar noch in viel entfernteren Wüsten und Wäldern nachher.
Unter den Karakalpaken nach sich ziehen seit dem Zeitpunkt dem Verschwinden des Sees die Erkrankungen von Atmungs- und Verdauungsorganen, nach sich ziehen Asthma, Entzündung der Bronchien, Tuberkulose, Typhus und Magengeschwüre, nicht zuletzt Krebs, Nieren-, Leber- und Augenprobleme sowie Kindersterblichkeit und die Zahl an Missbildungen unter Neugeborenen tragisch zugenommen.
Jener Not an sauberem Trinkwasser und, verhältnismäßig durch den Klimawandel, an Regen wird schlimmer und schlimmer. Und denn wär’s nicht genug, machte die Verlandung nicht zuletzt noch eine einmal sehr spezielle Un… zum Teil des Festlandes und damit theoretisch zum Besten von jedermann zugänglich: Wosroschdenija, die „Un… welcher Wiedergeburt“ (unbedingt), wurde von den Einheimischen immer schon gemieden. Eine verwunschene Festung, so welcher Volksglaube, stehe, umgeben von tödlichem Treibsand, hinaus ihr.
Die Weib Hörensagen erfüllte sich, könnte man meinen, im Kalten Krieg. Denn ab 1948 betrieb die Sowjetarmee hinaus dem Insel ihr zentrales Forschungslabor zum Besten von biologische Waffen. Solange bis zu 1.500 Menschen sollen dort, die Siedlung hieß Kantubek, unter anderem mit Pocken-, Pest- und Milzbranderregern experimentiert und unter welcher örtlichen Tierwelt mehrmals Massensterben ausgelöst nach sich ziehen. Die Existenz von Kantubek, heute eine Geisterstadt, unterlag solange bis 1991 strikter Geheimhaltung. Und vertraulich hielten die Sowjetbehörden nicht zuletzt generell die katastrophale Situation des Sees. Solange bis Gorbatschows sowjetische Politik der Öffnung wussten, es sei denn von den Anrainern, nur hohe Beamte und Wissenschafter drum. Forschungsergebnisse wurden unter dem Siegel höchster Verschwiegenheit, und die erste die Exsikkation dokumentierende Speisezettel gar erst 1990 publiziert.
Inzwischen schaut zwar die Weltöffentlichkeit zur Mitte hin gelegen dem Aralsee beim Verschwinden gleichsam zu, ist sich des Ausmaßes dieser „wahrscheinlich größten, vom Menschen verursachten ökologischen Katastrophe unserer Zeit“, wie UN-Vier-Sterne-General António Guterres formulierte, wohl intellektuell. Dutzende Organisationen, darunter Weltbank, USAID, Europäische Investitionsbank, die UN, betreiben Hilfsprogramme. Bloß, beklagt Wadim Sokolow, Sprossenstiege des von den fünf Staaten Zentralasiens gegründeten „Internationalen Sondervermögen zur Rettung des Aralsees“ mit Sitz in welcher kasachischen Kapitale Almaty, „es fehlt an Koordination“.
Es gebe viele „schöne Projekte hinaus dem Papier“, immerhin, obwohl dies versprochen sei, kaum Geld. „Um wenigstens den aktuellen Stand zu erhalten, müssten pro Jahr sieben solange bis elf Kubikkilometer Wasser in dasjenige Seebecken fließen. „Wir nach sich ziehen ohne Rest durch zwei teilbar einmal zwei.“
Was auch immer verloren folglich? Ja und nein. Eine Wiederherstellung des Status quo ante ist illusorisch. Obwohl schwelen da und dort Hoffnungsschimmer. Ein Un… ist die vom Staat propagierte Fragmentierung und Umstellung welcher Landwirtschaft hinaus weniger durstige Nutzpflanzen. Usbekistan rangiert zwar grade mit einer Jahresproduktion von weitestgehend einer Million Tonnen nachher Indien, Reich der Mitte, den USA, Brasilien und Pakistan hinaus Reihe sechs und damit weiterhin unter den Big Playern im Baumwoll-Business. Doch unter Fahrten jenseits Nationalstaat sind, vor allem in den Südprovinzen, zwischen den allgegenwärtigen, zur herbstlichen Erntezeit schneeweißflockigen Monokulturen immer öfters Samenkorn- und Gemüsefelder, mancherorts nicht zuletzt stark Reihen gigantischer Gewächshäuser zu sehen.

Rückkehr welcher Fische
Welches den Tümpel selbst betrifft: Sein verbliebener Hauptteil hinaus usbekischem Untergrund hat jedenfalls noch eine Extension von zehn Kilometern und ist 30 Meter tief. Drüben in Kasachstan hat man 2005 schon zwecks Stabilisierung und Wiederbefüllung des Nördlichen alias Kleinen Aralsees verknüpfen 13 Kilometer langen Deich errichtet. Dort sind die Fische und mit ihnen im einstigen Haupthafen Aralsk und den Uferdörfern Leben und Zuversicht zurückgekehrt.
Im Provinz des Südufers entstand durch menschliches Zutun eine ganze Kettenfäden von in der Tat kleineren Seen mit reichlich Ufervegetation. Fischfang und Viehzucht werden nicht zuletzt dort wieder betrieben. Außerdem hat man, um, wer weiß, die Aralkum, solche Neo-Wüste, vielleicht längerfristig wieder urbar zu zeugen, begonnen, den ehemaligen Seeboden mit salzresistenten Sträuchern zu bepflanzen. Und denn Zeichen zu einer Sorte grünen Wiedergeburt welcher Region wollen schließlich nicht zuletzt die Veranstalter von Stihia ihre Initiative verstanden wissen.
Dies russische Wort, dasjenige, grob übersetzt, eine „nicht zu stoppende Naturgewalt“ meint, bezeichnet ein Technomusik-Festspiel, dasjenige, 2018 von welcher usbekischen Typ „Fakultät welcher Schalllehre“ erstmals aus dem Untergrund gestampft, inzwischen pro Jahr im August zig tausend Gast aus ganz Zentralasien und sogar Übersee nachher Monyaq lockt. Jener tote Seeboden denn Klang- und Tanzbühne, ein Open-Air-Klub zum Besten von ekstatische Technomusik-Fans: Welch kraftvolles Kontrastprogramm zum Besten von den Katastrophenort, dasjenige endlich einmal positive Energien verströmt und Assoziationen weckt!

Noch ein Gelingen
Zu guter Letzt hat Nilufar noch eine weitere erfreuliche Nachricht parat. Von welcher Schlachtfeld im Kampf gegen die Zwangsarbeit nämlich. Viele Jahre weit war die Cotton Campaign, eine breite Koalition internationaler NGOs, zum Besten von deren Ausmerzung ins Feld gezogen. Ihr Boykottaufruf im Jahr 2011 hatte jenseits 300 Textilhersteller, Modemarken und Warenhausketten, darunter so bekannte wie Walmart, Ikea und H&M, dazu gebracht, usbekische Baumwolle aus ihren Produkten zu verbannen.
Nachdem dem Machtwechsel von Karimow zu Mirsijojew setzte eine schrittweise Liberalisierung des Sektors ein. Zunächst wurde die Feldarbeit von Kindern untersagt. Es folgten weitere Gesetzesreformen, sodass die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) 2019 erstmals feststellte, systematische Zwangsarbeit habe „unter welcher diesjährigen Ernte nicht stattgefunden“. 2020 unterzeichnete welcher Vorsitzender dann zwei historische Dokumente: Dies eine belegte Unternehmensleiter und Funktionäre unter fortgesetzter Zwangsrekrutierung mit drakonischen Strafen.
Dies andere setzte welcher behördlichen Festsetzung von Erntequoten, die den Anreiz zum Besten von die Massenmobilisierung von Pflückern geschaffen hatten, ein Finale. Staatsunternehmen wurden privatisiert, un… man sie an die Handelsplatz brachte. Bauern erhielten größere Unabhängigkeit unter welcher Meisterschaft, welche Nutzpflanzen sie ansäen, wie sie die Ernte zusammenbringen und an wen sie ihre Produkte verkaufen. Dekretiert wurden zudem eine markante Lohnerhöhung, die Organisation welcher Erntearbeit hinaus Stützpunkt individueller Verträge und die Vorrichtung einer Website, hinaus welcher Whistleblower Verstöße melden können.

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